Das CE PD Master-Programm: Die Erfahrung von Rafael
Nachdem wir die Erfahrungen von Rubia Pimenta erkundet haben, setzen wir unsere Reise innerhalb des CE PD Master Program von CNH mit dem Erfahrungsbericht von Rafael Renno, System Engineer, fort. Rafael führt uns in das technologische Herz des Unternehmens und spezialisiert sich auf Fahrzeug-Elektronik und Software mit einem starken Fokus auf Spitzentechnologien.
Seine internationale Job Rotation war in Turin angesiedelt, einem strategischen Innovations-Hub, bot ihm aber auch die Gelegenheit, eng mit dem Team in Lecce zusammenzuarbeiten. Dies schuf eine direkte Brücke zwischen den verschiedenen italienischen Kompetenzzentren von CNH und beschleunigte seine berufliche Entwicklung erheblich.
In diesem Interview erklärte er uns, wie der Übergang von den brasilianischen Aktivitäten zu den italienischen Produktionslinien es ihm ermöglichte, die Plattformen Grader und Telehandler zu meistern. Dabei sammelte er direkte Erfahrungen auf dem Proving Ground und brachte zukunftsweisende Kompetenzen zu CNH Brasilien zurück.
F: Rafael, wie hat dein Weg bei CNH und mit diesem Master-Programm begonnen?
Ich habe mein Studium in Elektrotechnik abgeschlossen und bereits mein Praktikum im Bereich Baumaschinen absolviert. Ich wusste, wie groß CNH ist und welchen Einfluss das Unternehmen auf den Markt hat, deshalb wollte ich unbedingt dazugehören. Als ich während eines YouTube-Livestreams vom CE PD Master-Programm hörte – insbesondere von der Möglichkeit einer fortgeschrittenen technologischen Spezialisierung und der globalen Rotation – wusste ich, dass ich mich bewerben musste.

F: Was war für dich der wertvollste Teil der Job Rotation?
Einen breiteren Einblick in die Produktentwicklung zu gewinnen.
Wir haben zwischen Engineering, Produkt-Validierung und Plattformen rotiert. Es ist entscheidend zu verstehen, wie eine Entscheidung im Engineering die Plattform oder den Validierungsprozess beeinflusst. Es hilft einem, das „Gesamtbild“ (Big Picture) der Entwicklung einer Maschine zu sehen.
Turin und Lecce: Die Kultur des Dialogs
F: Du hast Zeit in Turin und Lecce verbracht. Was hast du von der italienischen Arbeitskultur gelernt?
Es war ein großartiger kultureller Austausch. Mir ist aufgefallen, wie die Italiener Probleme angehen: In Besprechungen können sie sehr energisch und leidenschaftlich diskutieren, aber sobald das Meeting endet, sind sie wieder Freunde und gehen zusammen einen Kaffee trinken. Ich denke, diese Fähigkeit, intensiv zu debattieren und danach wieder ein eingespieltes Team zu sein, ist eine großartige Eigenschaft, die ich mit nach Brasilien nehmen möchte.
F: Was waren aus technischer Sicht die Höhepunkte deines Italien-Aufenthalts?
In Brasilien haben uns die Universitätskurse mit Spitzentechnologien wie Machine Learning und Elektrifizierung vertraut gemacht. Hier in Italien bin ich Teil des Teams für Fahrzeugelektronik geworden. Die Zeit mit ihnen in Lecce hat meinen Lernprozess erheblich beschleunigt. Ich konnte mein Wissen in den Bereichen Elektronikintegration und Softwareentwicklung vertiefen, die die Zukunft unserer Branche darstellen.

Das Gepäck der Erfahrung
F: Was sind deine abschließenden Gedanken zu dieser Reise?
Dieses Master-Programm war eine unglaubliche Erfahrung. Von den internen Rotationen in verschiedenen Bereichen der Produktentwicklung über die akademischen Kurse bis hin zu dieser globalen Rotation in Italien: Es war fantastico. Ich bin wirklich dankbar für diese riesige Chance.
F: Was wird dein persönliches Ziel in Brasilien sein?
Mein Ziel ist es, ein Bezugspunkt für Fahrzeugelektronik in unserem Werk in Contagem zu werden. Da ich derzeit das einzige Mitglied dieses spezifischen Teams in Brasilien bin, möchte ich das in Italien erworbene „Gepäck“ an Wissen nutzen, um neue Lösungen voranzutreiben. Der Markt bewegt sich unweigerlich in Richtung elektronischer und elektrischer Maschinen, und ich möchte bereit sein, die Mentalität der Bediener dank dieser neuen Technologien zu verändern.



